Rückblick auf ein Jahr bei den Fliegenpilzen

09.2021 Das neue Kindergartenjahr hat begonnen und wir dürfen schon bald unsere neuen „Fliegenpilze“ herzlich willkommen heißen.
Zuvor blicken wir aber noch einmal zurück auf das letzte Kindergartenjahr, welches uns vor einige Herausforderungen stellte. Ein veränderter Waldkindergartenalltag, der zehrende Lockdown und viele ausgefallene, sonst sehr beliebte Aktionen wie die Übernachtungen, drohten die Stimmung zu trüben.
Dennoch ist es uns oft gemeinsam gelungen, diesen Herausfordernden mit Kreativität zu begegnen und in Krisenzeiten Chancen zu sehen. Da wir beispielsweise nicht ins Theater gehen konnten, wurde kurzerhand der Kiepenkasper in den Wald eingeladen. Die Wiese wurde zur Bühne, die Kinder freuten sich sehr und waren ein super Publikum! Statt wie sonst auf dem Wochenmarkt einzukaufen, wurde im Rahmen unseres Projektes „Wilde Küche“ ein Gemüsegarten angelegt und gehegt und gepflegt. Ein weiteres Highlight war der monatliche Besuch von Sarah Klaassen vom Reit- und Therapiezentrum Ihlow. Für die Kinder eine schöne Gelegenheit, den Umgang mit den Pferden kennenzulernen. Hierbei galt es vor allem, sich an Absprachen zu halten, Vertrauen zum Tier aufzubauen und sich mutig auf den Pferderücken zu wagen. Im Wald begegneten uns dieses Jahr besonders viele Schnecken und sorgten für Staunen und viele Kinderfragen. Somit wurde ein „Schneckenprojekt“ gemeinsam mit den Kindern geplant. Inklusive Schneckenrennen und selbst produziertem „Schneckenschleim“. Lehrreich für Groß und Klein! 😊
Neben all den frischen Ideen wurden auch bewährte Waldtraditionen gepflegt. Unser Abschiedsritual der Vorschulkinder sorgte für Rührung: Zum Abschied wählt jedes Kind „seinen“ Abschiedsbaum im Wald aus. Dieser wird von den Kindern mit Naturmaterialien dekoriert. Anschließend darf sich das zu verabschiedende Kind unter den Baum setzen, gemeinsam lassen wir dann die Kindergartenzeit Revue passieren. Wir lesen eine Geschichte und singen ein Lied. Da floss schonmal ein Tränchen – genauso groß war aber auch die Freude auf den Neuanfang.
Nach den Ferien starten wir nun mit Zuversicht in ein neues Kindergartenjahr. Vieles bleibt anders und wir hoffen dennoch auf ein hohes Maß an Normalität.
Gemäß unserem Motto „Natürlich groß werden“ .

Abschluss des Kindergartenjahres

07.2021 Der Abschluss des diesjährigen Kindergartenjahres war eine Ausflug zu Sarah nach Ihlow. Bisher hat Sarah uns immer mit 2 Ponies und dem Hund im Wald besucht. Diesmal waren wir bei ihr auf dem Therapie und Reithof in Ihlow und haben dort eine Hofbesichtigung gemacht und all die anderen Tiere gesehen, die wir bisher nur aus Erzählungen kannten. Wir durften wieder Ponies putzen und reiten. Zum Abschluss des Vormittages gab es noch ein leckeres Eis weil auch noch ein Kind Geburtstag hatte. Vielen Dank an Sarah Klaassen und ihre Helferinnen für den schönen Vormittag.

Sommerferien

07.2021 Einen der letzten Tage vor den Sommerferien haben wir mal nicht im Wald verbracht. Wir sind zu unserem Lieblingsspielplatz in die Siedlung nach Wallinghausen gegangen und haben es uns dort in der Es(S)bahn so richtig gemütlich gemacht.

Maibaum 2021

Auch bei uns im Waldkindergarten wurde der Maibaum geschmückt und aufgestellt.

25 Jahre Waldkindergarten – Reportage

AURICH – 15 Kinder und zwei Erzieherinnen frühstücken im Wallinghausener Wald zwischen den Bäumen. „Kein Tischdecken, kein Stress, kein Abwasch“, sagt Sabine Matthiesen, die zusammen mit Manuela Hirschmann den Waldkindergarten Aurich leitet. Kürzlich feierte er sein 25-jähriges Bestehen. Die Idee, Kinder in der Natur zu betreuen, entstand bereits 1953 in Dänemark und brauchte noch 40 Jahre, bis sie nach Deutschland kam. Der Waldkindergarten Aurich, den Waltraud Campen 1996 gründete, war der erste in Ostfriesland. Heute gibt es in Ostfriesland sieben Waldkindergärten, bundesweit rund 1500. Die Auricher Waldkinder sind an diesem Tag an ihrem „Badewannenplatz“. Der heißt so, weil es zwischen den Bäumen viele Kuhlen und Gräben gibt. „Die kann man schnell mit Blättern oder Tannenzapfen füllen und dann darin ‚baden‘“, erklärt Matthiesen. Im Wallinghausener Wald kennen die Kinder unzählige solcher Plätze. Welchen sie aufsuchen, wird spontan entschieden. „Sicher ist, dass wir montags nicht zu den Eierbergen gehen“, sagt Matthiesen. „Das ist einer der drei, vier Plätze, zu dem die Regelkindergärten dann gern gehen. Und wenn wir dazukommen, wird es zu voll.“ Das Frühstück ist schnell verputzt, die Kinder stürzen sich ins Abenteuer zwischen den Bäumen. Einige Jungs bauen aus herumliegenden Stämmen eine Brücke über einen Graben. Marie und Frida wiederum schnappen sich mitgebrachte Seile und üben Seilspringen. Wenig später kommen sie strahlend zurück. 32 Sprünge haben sie geschafft. „Vor zwei Wochen konnten sie noch keinen einzigen“, sagt Manuela Hirschmann bewundernd. Die motorischen Fähigkeiten werden in dieser Umgebung besonders trainiert. „Die ganze Feinmotorik entwickelt sich weiter“, sagt sie. Das gehe so gut, dass die Kinder auch lernen könnten, mit Säge und Taschenmesser umzugehen. Dafür machen sie Kurse und bekommen quasi Führerscheine. Auch Achtsamkeit und Sprachentwicklung werden gefördert. „Man muss immer erklären, was man gerade macht, weil man kein eindeutiges Spielzeug wie eine Puppe oder ein Auto hat“, sagt Matthiesen. „Das erfordert eine hohe Kommunikationsbereitschaft. Gleichzeitig müssen die Kinder umsichtig sein und aufpassen, dass sie etwa mit langen Stöcken oder Baumstämmen niemanden verletzen.“

„Schlampi“ kommt zum Einsatz Achtsam ist auch Karla. Sie hat auf dem Waldboden eine Glasscherbe gefunden. „Da sind noch mehr“, sagt sie auf den Fundort zeigend. „Schlampi“ kommt zum Einsatz, eine Grillzange, mit der Müll aufgehoben wird. Die Waldkinder kommen aus der ganzen Stadt. Marvin Stasiak vom Vorstand des Waldkindergarten- Vereins bringt seine Tochter aus Haxtum nach Wallinghausen. „Das ist einmal mit dem Fahrrad quer durch die Stadt“, sagt er. „Aber es war eine bewusste Entscheidung, dafür nimmt man auch solche Fahrten in Kauf.“ Als fortschrittlicher oder in anderer Hinsicht überlegen sehen sich aber weder Eltern noch Erzieher. „Beide Konzepte, Waldund Regelkindergarten, haben ihren Sinn und ihre Stärken“, betonen Matthiesen und Hirschmann. „Abgesehen davon gibt es auch Kinder, die sich in einem geschützten Haus einfach wohler fühlen“, sagt Hirschmann. „Selbst dann, wenn die Geschwister schon bei uns waren und es genossen haben. Das wundert die Eltern dann auch, aber letztlich geht es immer darum, was für das Kind am besten ist.“ Zudem hat auch die Natur ihre Tücken, betont Matthiesen. „Zecken sind immer ein Thema, auch wenn Aurich kein Risikogebiet für entsprechende Infektionskrankheiten ist. Trotzdem tragen die Kinder immer langärmlige Kleidung und eine Kopfbedeckung, auch im Sommer. Und die Eltern suchen die Kinder immer wieder ab.“ Und dann gibt es im Wald noch Wildtiere. „Natürlich ist auch der Wolf ein Thema oder Wildschweine“, so Matthiesen. „Wir müssen uns darüber immer informieren. Dabei haben wir den Vorteil, dass unser Waldbüro im Südeweg direkt über dem Büro der Niedersächsischen Landesforsten liegt. So haben wir immer kurze Wege.“ „Generell ist die Naturpädagogik ein sinnvolles Konzept“, sagt auch Ingrid Meyer, Fachbereichsleiterin Pädagogik bei der Kreisvolkshochschule (KVHS) Aurich. „Wir haben im Landkreis zum Glück ein breites Angebot an Konzepten von Montessori über Waldorf bis zu integrativen Kindergärten, und da passen die Waldkindergärten sehr gut hinein.“

25 Jahre Waldkindergarten Aurich e.V. !!

04.2021 Die Waldkindergartengruppe „Die Pfifferlinge“ feiern in diesem Jahr ihr 25 jähriges bestehen. Coronabedingt sind nur Feiern im kleinen Kreis möglich. Dazu haben wir in der letzten Woche das schöne Wetter nutzen können und Sarah Klaassen vom Therapiezentrum Ihlow mit Charlie, Plov und Gina zu uns einladen dürfen. Die zwei Ponys und der Hund haben sich ausgiebig und geduldig von den Kindern putzen, reiten und mit Leckereien verwöhnen lassen. Das hat allen Beteiligten viel Freude gemacht und wir waren uns einig dass dies nicht das letzte Treffen gewesen sein soll.

Frühling und Gartenzeit im Wald

03.2021 „…Wer will fleißige Kinder sehn der muss zu den Pfifferlingen gehn. Pflanzet ein, pflanzet ein, die Zwiebeln in die Erde rein…“

Unter diesem Motto haben die Pfifferlinge fleißig im Beet gearbeitet. Jedes Kind hat im Hochbeet ein kleines Stück eigenen Garten bekommen, einen Zaun gezogen und ein paar Blumenzwiebeln eingepflanzt. Außerdem wurden Kräuter eingesät. Hoffentlich hilft die Sonne und etwas Regen beim Wachsen und wir können nach den Ferien gespannt sein, was da zu sehen ist.

Weihnachten im Wald

12.2020 In den letzten Tagen im Wald haben wir uns das noch einmal so richtig schön gemacht. Auch wenn das Wetter nicht winterlich-weihnachtlich war, war doch eine gewisse Spannung zu spüren. Im Morgenkreis haben wir die Weihnachtsgeschichte gehört. Von Maria und Josef, den Schafen und Hirten, vielen Tieren und einem großen Stern dem alle gefolgt sind. Ein kleiner Stern aus der Geschichte ist uns scheinbar direkt vor die Füße gefallen und hat uns viel Freude bereitet. Wir hoffen das er vielen Besuchern des Waldes ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

Achja, zwischendurch haben wir für die Vögel auch Vogelfutter in Tassen zubereitet, das wird sicher mit einem lauten Zwitschern belohnt. Gebastelt wurde auch viel, Adventskranz geschmückt, lecker Mandeln zubereitet und und und…

Wir wünschen allen Kindern, Eltern, Ehemaligen, Freund und allen Waldspaziergängern ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein gesundes Wiedersehen.

Stutenkerle im Wald

12.2020 Plötzlich waren sie da. Große Freude bei den Pfifferlingen und den Fliegenpilzen. Am Tag nach Nikolaus spendete die Bäckerei Lorenz (wikingerbaecker.de) den Kindern Stutenkerle. Die Stutenkerle bekamen einen schönen Platz in dem Adventskreis des Waldkindergartens. Dieser schöne Platz war aber nur von kurzer Dauer – schnell wurden sie anschließend mit viel Genuss verspeist.

Guten Appetit und vielen Dank an Martin Lorenz und die Bäckerei Victobur.

Theater im Wald!

10.2020. Bei schönstem Herbstwetter genossen die Fliegenpilze und die Pfifferlinge eine Sondervorstellung des Kiepenkaspers.

Gespielt wurde unter freiem Himmel mit Hilfe der Kinder konnte der Kaspar seine großen und kleinen Abenteuer gut bewältigen. Sämtliche Utensilien trug der Puppenspieler in seiner Kiepe vor dem Bauch. Wir danken Uwe Spillmann (www.kiepenkaspar.de) für seine wirklich sehr tolle Vorstellung.

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